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Eine alte Frau, Frau Lizzi, findet ein ausgesetztes Vampir-Baby. Anders als seine Artgenossen saugt das „Vamperl“ kein Blut, sondern Gift – also Wut, Neid und Bosheit – aus Menschen und Tieren. Durch diesen Prozess transformiert es negative Emotionen in seiner Umgebung in Freundlichkeit und Gelassenheit und stiftet so auf unkonventionelle Weise Frieden.
Das Buch traf um 1985 auf eine Elterngeneration, die nach antiautoritären und gewaltfreien Erziehungskonzepten suchte. Es bot eine sanfte Alternative zu traditionellen Märchen mit klaren Gut-Böse-Schemata. Die Umdeutung einer klassischen Schreckensfigur (Vampir) in einen heilsamen Charakter differenzierte das Werk stark von Mitbewerbern und bediente das Bedürfnis nach Geschichten, die Empathie und Konfliktlösung statt Bestrafung thematisieren.
Warum verkauft es sich also weiter?
